Rundbriefe

Weihnachtsrundbrief 2018

                              GERNE  KOPIEREN UND WEITERGEBEN, DANKE! 

anamed international e.V.

Rundbrief von Hans-Martin Hirt, Schafweide 77, 71364 Winnenden.  T 07195-910225;   Email anamedhmh@yahoo.de

Homepage  www.anamed.org (Literatur : www.anamed-edition.com). Vereinsvorstand: H.M.Hirt, Ilse Bullinger, Katharina Madrid, Werner Schuster. Spendenkonto: anamed international e.V., IBAN: DE12 6025 0010 0007 2190 69 bei der Kreissparkasse Waiblingen,   BIC: SOLADES1WBN

Winnenden, im Advent 2018

„Da (die Weisen) den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut…und fanden das Kindlein….und beteten es an und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe“            (aus Matthäus 2,10-11)

 

 Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

„Ich wünsche Euch weihnachtliche Gefühle“ Gerade erlebte ich beim Einkaufen: ein Kind hält irgendeinen, sorry, neuen Plastikmüll in die Höhe und ruft seinen Eltern zu „Krieg ich das zu Weihnachten“? Wenn die Eltern zu Recht verneinen, ist das Geschrei groß. Ist denn Heiligabend zum „Krieg“, zum Fest der Erpressung geworden? Jedes Kind weiß, wie es den Eltern effektiv den Heiligabend verderben kann. Dabei zeigen doch die Weisen im obigen Bibeltext auf, dass Weihnachten die Zeit des Loslassens ist! Ein Fest des Loslassens, des Schenkens, des Teilens: Gold als Zeichen für Finanzen, Weihrauch als Zeichen Deiner Seelsorge, Myrrhe als Zeichen Deiner Medizin bzw. Deines Teilens von medizinischem Wissen zur Erlangung von Gesundheit!

Ich habe das schon oft erzählt: Während meiner Zeit im Kongo fragte mich ein vermögendes Schweizer Ehepaar, ob sie einmal Heiligabend so richtig ganz überraschend in einem Urwalddorf verbringen könnten? Ich sagte zu, und so fuhren wir 20 km durch den Urwald und standen kurz vor  Einbruch der Dunkelheit vor einer strohbedeckten Dorfkirche. Der evangelische Pfarrer kam verwundert her und fragte ob wir eine Autopanne hätten. Wir sagten „Nein, aber wir hätten gerne den Heiligabend-Gottesdienst besucht“. Er sagte: „Ja bei Euch in Deutschland da dauert Weihnachten 3 Tage, aber bei uns feiern wir nur einen Tag, morgen, heute gingen wir wie jeden Tag aufs Feld um Nahrung zu suchen!“ Meine Besucher waren so enttäuscht: Das Christvesper war ausgefallen. Der Pfarrer bat sie, ihre Koffer in einer echten Lehmhütte abzustellen, und organisierte dann noch schnell eine mehrstündige Probe des Männergesangvereins, und meine Besucher waren begeistert. Nur: beim Abstellen hatte sich der Koffer einige mm breit geöffnet, und während des Männerkonzertes hatte es sich bei den Raubameisen im Urwald herumgesprochen,  dass sich Schweizer Schokolade dort befand: So hatten Zigtausende große Raubameisen die ganze Hütte besiedelt und feierten auf ihre Weise das Christvesper! Meine Besucher hingegen sagten: Jetzt ist das Bibelwort in Erfüllung gegangen: „Denn sie hatten keinen Raum in der Herberge“. Sie schliefen dann im Auto, aber in der nächsten Nacht in meinem Gästezimmer hatten sie ein „Gefühl wie an Weihnachten“, denn sie mussten ihr Bett nicht mehr mit Ameisen teilen! Wer zum Heiligabend einfach nicht die richtige Weihnachtsstimmung „kriegt“, der soll einfach mal loslassen. Weg von der „Zuvielisation“! Einfach mal in der Nacht vorher irgendwo im Wald übernachten, nur mit Schlafsack und Plastiktüte vor dem Regen geschützt. Oder noch besser: Mit Schlafsack sich wenigstens eine Nacht im Bahnhof sich zu den Obdachlosen legen, als Unterlage einen aufgefalteten Karton nehmen, bitte etwas Vorsicht walten lassen denn Idioten könnten das anzünden. Und Du wirst dann in der nächsten Nacht, an Heiligabend, laut Halleluja rufen nur aus Dank für ein normales Bett, das Millionen vermissen müssen. ……………

Ich sende Euch Allen keine „saisonale Grüße“, sondern ich wünsche Euch glückselige Weihnachten. Glücklich fühlt sich jemand, bei dem es aufwärts geht. Weil es bei vielen Menschen finanziell abwärts geht, ist jetzt der Champs-Élysées in Paris ausgerechnet zu Beginn der Weihnachtszeit in Rauch und Tränengas gehüllt. Viele Menschen haben kein Vertrauen mehr in irgendwelche G-20 Gipfel oder in das Weltwirt- schaftstreffen in Davos. Arme werden ärmer und Reiche reicher. Die Mutter Jesu, Maria, singt im „Magnificat“,  (Lukas 1), vom Schließen statt Öffnen dieser Schere:  „Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen“. Heute wird weltweit jeder siebte Christ wegen seines Glaubens verfolgt.  Ich bete und fordere ganz offensiv, dass unsere Politiker aufhören, christenverfolgende Länder mit Geld und Rüstung auszustatten. Ist das Alles zu negativ geschrieben? Ich hörte einen wunderschönen  Ausdruck: „So vieles ist in unserer Welt mit einem Minuszeichen versehen. Da ist es höchste Zeit, einen Strich durch die Rechnung zu machen, einen Strich von oben, dem Himmel, nach unten, zu uns zu ziehen! Und siehe da, durch diesen Strich durch das Minus wird es zu einem PLUS in unserem Leben“!  Auf der ganzen Welt sind jetzt „Pluspunkte“, seid jetzt IHR, aktiv im Gebet, Mitarbeit und Finanzen! Beispiele: E. K. schreibt: „Übrigens habe ich an der Tür einer Klinik in Bangladesch ein etwas verblichenes anamed Poster gefunden!“ Und der Kanadier Stuart Spani schreibt aus Indien: „Seitdem ich mit anamed in Mizoram arbeite, sind dort statt 500 nur noch 7 Malariatote pro Jahr zu beklagen, sicher auch eine Folge unseres Tuns!“ Wir, alle Mitarbeiter weltweit, danken Euch so sehr für alle Hilfe und freuen uns aufs Wiedersehen mit Euch auf unseren Veranstaltungen!  Seid ganz lieb gegrüßt Euer Hans-Martin

 

Unsere Termine: Herzliche Einladung!

12.1.2019  Sulz, Stadthalle am Bahnhof, Infotreffen „Sulz statt Davos“ 33 Jahre anamed, siehe Flyer!

31.1.2019 bis 3.2.2019 Korntal bei Stuttgart, anamed Praxisseminar

29.6.2019 Mitgliederversammlung, ab 14.30, Winnenden Christophorushaus

30.6.2019 Ev. Landesmissionsfest in Heilbronn mit anamed Infostand

28.9.2019 Jahrestagung in Winnenden

 

Meine alternative Neujahrsansprache……!

Sensible Personen sollten das erst nach Weihnachten lesen! Einen hochaktuellen Text fand ich in der Bibel (1.Könige , das ganze Kapitel 17), dort steht: „So wahr der Herr, der Gott Israels lebt, vor dem ich stehe, es soll dieses Jahr weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn“. Der Prophet Elia, der diese Dürre als Anlass zur Umkehr predigt, wird „natürlich“ zum politischen Flüchtling. Wenig appetitlich, aber immerhin überlebenswirksam, trinkt er vom Bach und wird von Raben versorgt. Als dann auch noch der Bach austrocknet und wohl auch die Raben verhungert sind, flieht er zu einer Witwe, die mit ihrer letzten Nahrung für sich und ihren Sohn den „Leichenschmaus“ zubereiten will. Aber durch das Miteinander-Teilen des „Fast Nichts“ geschieht ein unglaubliches Wunder. Krise als Chance? Aber wie soll die Klimakatastrophe bekämpft  werden wenn sich der G20 Gipfel nicht einmal darauf einigen kann dass es überhaupt eine Klimakatastrophe gibt? Bertold Brecht hat gesagt: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“  Dieses Jahr hat eine Familie die Heilpflanze Artemisia anbauen wollen; sie musste aufgeben wegen der Dürre, weil die eigene Wasserversorgung zusammenbrach. In Afrika? Nein, in einem Aussiedlerhof im Schwarzwald!             

Wenn wenigstens wir Christen in aller Welt zusammenstehen, wenn wir effektiv und entschlossen und ohne Rücksicht auf eine drastische Reduzierung unseres Wohlstandes handeln, besteht noch Hoffnung für diese Welt. Es ist höchste Zeit, und die folgenden sind meine persönlichen Überzeugungen, die niemand mir abnehmen muss:  Elektroautos erst bauen wenn vorher die völlig ungelöste Akku-Recyclingfrage geklärt ist, Flüge jedes Jahr zugunsten der Dritten Welt um 10% verteuern, Zahnpasta im Supermarkt in vorhandene Mehrfachtuben abfüllen, Shampoos  und Reinigungsmittel und Milch und Säfte selber abfüllen, sofortiger Rückruf aller mikroplastikhaltigen Reinigungsmittel und Kosmetika, Energiemaisfelder durch Schrebergärten für Asylanten ersetzen, 5-G Internet verhindern um den Bienen nicht noch die letzte Orientierung zu rauben, übergewichtige Schüler auf Berge hochjagen statt mit Tablets zu versorgen, Fortbildung anbieten zur Förderung der natürlichen Intelligenz bei Autofahrern statt ihnen mittels Tausender von neuen Sendemasten „künstliche Intelligenz“ oder vielmehr „Viren“ zum „autonomen Fahren“ zu senden. Vermeidung des gläsernen Kunden durch Abschaffung der üblichen amerikanischen Rabattkarte in Deutschland. Verbot der Rotlichtzonen in Deutschland, schon aus mikrobiologischen Gründen, weil jeder Freier einen Schwung Antibiotika - resistenter Keime nach Hause bringt. Umwandlung des verrückten Bauprojekts „Stuttgart 21“ in ein Museum über realitätsferne Politik, denn unter der Erde sind die zu erwartenden Terrorakte immer schlimmer als oben auf der Erde. In der Medizin, Verbot, Krebsheilmittel künstlich zu verknappen, um den Preis hochzutreiben.  Förderung statt Blockade der Verwendung von, und damit Forschung über, Naturheilmittel, die leider durch die „Novel Food“ Verordnung der EU  abgewürgt wird.  Im deutschen Militär: Freiheit für unsere Soldaten, Artemisia zur Malariaprophylaxe einzunehmen statt zwangsweise Nebenwirkungen der Chemie ertragen zu müssen. Respekt vor dem Tierwohl statt Billigfleischproduktion: kein „Lebend-Rupf“ bei Gänsen zur Produktion von Daunen: Das ist Tortur und am Schluss verzehren wir die „Folteropferweihnachtsgans“ am Fest der „Liebe“.

Kein Witz: Der Verein anamed hat durch 30jährige Erfahrung im Kongo den Vorteil, einen Abenteuer-Schulaustausch anbieten zu können. Aber nicht mit irgendwelchen Superreichen, sondern mit armen Kindern im Ostkongo im Bereich Bukavu. Dort werden von Kindern, die kaum Zeit haben für die Grundschule, in Rebellenhochburgen die seltenen Erden abgebaut, die notwendig sind, damit deutsche Kinder jedes Jahr ein neues Smartphone unterm Weihnachtsbaum vorfinden. Mein Traum ist, dass 20 dieser etwa 14jährigen kongolesischen Kinder einen Monat in deutsche Schulen gehen; die deutschen Einladenden brauchen nur 2000 km davon entfernt, in Kinshasa, am besten persönlich, eine Geburtsurkunde plus Pass plus Visum plus Flug für jedes kongolesische Kind beantragen, Kosten pro Kind etwa 5000 Euro. Im Gegenzug dürfen dann 20 deutsche Jungen und Mädchen 4 Wochen lang als Schulersatz in den Minen arbeiten. Unfall- und Krankenversicherung können die Eltern vergessen, das gibt es dort nicht….und da es sich um ein Kriegsgebiet handelt, zahlen auch die deutschen Versicherer nichts. Für Jungen sind Schläge normal, wenn sie das Bergwerk-Pensum nicht schaffen, für Mädchen Vergewaltigungen durch das Aufsichtspersonal. Wer krank wird, wird aussortiert. Zu Essen gibt es eine Mahlzeit. Den überlebenden deutschen Schülern wünschen wir dann einen guten Heimflug! Hey Leute was hält Euch davon ab ???

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