Rundbriefe

Weihnachtsrundbrief 2015

Grafik mit Maria und Josef; rechts ist eine Palme

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!
Nichts ist mehr wie es war: Dieses Jahr gibt es bei uns zum ersten Mal an Weihnachten frischen Zuckerhut-Salat aus dem eigenen Garten, obwohl es mir viel lieber wäre der Garten käme unter einer dicken Schneeschicht zur Ruhe. Und es gibt –ganz parallel-bei unseren anamed Mitarbeitern in Afrika bisherige blühende Felder, die man gleich gar nicht mehr einsäen braucht, das Saatgut wäre eine glatte Verschwendung anlässlich der Trockenheit. Und was die Trockenheit nicht kaputt kriegt, wird durch staatliche „Entwicklungshilfe“ vollends zerstört: Gesetze wie das bisherige EPA und das neue TTIP überschwemmen Afrika mit Importen, Asiaten kaufen das beste Land auf, unsere Regierungen unterstützen korrupte Machthaber, und die Einsätze der UN bringen zunächst immer erst mal Prostitution. Und wenn anamed dann bei Tropenkrankheiten helfen will, dann heißt es die von Bill Gates unterstützte und dominierte WHO erlaubt es nicht… es ist –auch für mich- zum Davonlaufen dass ich das ich alles mit eigenen Augen in Afrika und Asien sehen muss… dass ich mir kaum noch getraue den Menschen den Grund für Ihr Elend mitzuteilen.
Alles ist deutlicher geworden: Ihr Mitarbeiter und Spender habt den Hungrigen Euer Herz gegeben, habt die Elenden vor Ort gesättigt statt sie zum Flüchten zu bewegen. In einer Welt die ich noch nie so gewalttätig empfunden habe, wo jedes Kleinkind auf dem Smartphone unvorstellbare Grausamkeiten anschauen kann, habt Ihr die Liebe zum Licht in der Finsternis gemacht. Deshalb senden wir nicht „saisonale Grüße“! Sondern wir geben christliche Grüße weiter, geben in unseren Seminaren christliche Andachten, egal ob in einem christlichen oder christusfernen Land. Wir sagen dass Jesus der Erlöser an Weihnachten auf die Erde kam, damit aktiver Frieden einkehre, denn „Liebet eure Feinde“ (Mt 5,44): das hat kein Religionsgründer so deutlich gesagt und praktiziert wie Jesus!
Und deswegen sage ich Danke: Für Alles was im vergangenen Jahr durch Euch ermöglicht wurde, Seminare in so viele Ländern, Programme gegen Malaria und Krebs, Stipendien für mittellose Mädchen, Beobachtungen zu AIDS und Artemisia, neue Homepage, Übersetzungen von unseren Publikationen in viele Sprachen, Besuche von und in alle Welt, Aufbau von anamed Kliniken, deren Wasserversorgung in Kongo und Malawi, unvorstellbare Wundheilungsfotos aus Tansania… und eine große Zahl von Artemisia-Pflücktagen von Ehrenamtlichen in Deutschland.
Und jetzt nehmen wir mal Musik als „Natürliche Medizin“:
Luther sagte:“Die Musik ist die beste Gottesgabe. Durch sie werden viele und große Anfech-tungen verjagt. Musik ist der beste Trost für einen verstörten Menschen, auch wenn er nur ein wenig zu singen vermag. Sie ist eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht.“ Also: Singen wir an gegen eine verstörte Welt: am 23.1. wird anamed 30.
Und deswegen: Frohe Weihnacht und ein gesegnetes Neues Jahr! Das wünsche ich Euch im Namen des Vorstands, im Namen tausender offizieller und inoffizieller anamed Mitarbeiter, die im Öffentlichen oder Geheimen für eine Welt arbeiten, aus der niemand mehr flüchten müsste, wie sie sich Jesus zu seinem Geburtstag gewünscht hätte!

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