Rundbriefe

Rundbrief 2018

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“
Offenbarung 21,6 (Jahreslosung 2018)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

Bei „lebendigem Wasser“ denke ich als erstes an eine Vielzahl von Lebewesen, die ich sehe, wenn ich einen Tropfen Wasser in tropischen Ländern unters Mikroskop lege….Lebewesen, die dafür verantwortlich sind, das Wasser zu reinigen, und andere Lebewesen, die gerne auch mal einen Menschen durch Durchfall ums Leben bringen können. Als Zweites denke ich bei lebendigem Wasser an das Mittelmeer, dessen Anblick den Flüchtenden aus der Subsahara schon wie eine erste Erlösung erscheint: Sterben doch in der Sahara mehr Flüchtlinge als im Mittelmeer ertrinken.
Und als Drittes denke ich an unsere Mitarbeiter in Afrika ...

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Weihnachtsrundbrief 2017

Wer wiegt die Berge mit einer Waage? ... Er macht die Fürsten zunichte, er nimmt den Richtern der Erde jeden Einfluss …. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

(Bibel, aus Jesaja 40)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

In unseren anamed-Seminaren basteln wir manchmal aus lokalen Mitteln für insgesamt weniger als einen Euro eine ganz billige Waage und stimmige Gewichte, sodass sogar der ärmste Heiler in einem Urwalddorf noch 500 Milligramm von einem Gramm unterscheiden kann! Wie so etwas dann aussieht, hat ein Seminarteilnehmer auf einer Postkarte, siehe nächste Seite, aus Bananenblättern gebastelt. Da wird dann anamed auch politisch, denn eine Waage, siehe oben, bedeutet Macht!

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Rundbrief 08/2017

 Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch

  Hesekiel 36,26  (Jahreslosung 2017)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

“Wenn möglich, bitte wenden“, spricht das Navi. Die Bibel sagt: “Ich schenke Euch ein neues Herz“. Zu biblischen Zeiten galt das Herz als Sitz von Weisheit und Vernunft: Salomo zum Beispiel hatte  ein „weises und einsichtsvolles Herz" (1. Kön. 3,12). Genau das erbitten wir uns auch für das weltweite Gesundheits-system: Eine dringliche WENDUNG weg von Ausbeutung hin zur Ermöglichung von Gesundheit für Alle. Mehr dazu auf unserer Jahrestagung, zu der ich Euch Alle sehr „HERZlich“ einladen möchte!

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Weihnachtsrundbrief 2016

Maria sprach:
„Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern, und lässt die Reichen leer ausgehen“.
Losung zu Weihnachten, Lukas 1,52-53

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!
Gib einem Hungrigen einen Fisch, und ab morgen ist er doch wieder hungrig! Lehre einen Hungrigen zu fischen, und er verhungert noch heute, denn Andere haben den Teich bereits leergefischt!  Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf:

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Rundbrief 07/2016

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!

In Eritrea durfte ich zu einem anamed Workshop ganz ungewöhnlich anreisen: Einen Tag lang auf einem Kamel! Doch als der Sand immer tiefer wurde, ging selbst das Kamel keinen Schritt mehr weiter, und der Kamelführer bedeutete mir unmissverständlich und alternativlos: das Kamel war in seinem  Dienst an seine Grenzen gestoßen, ich musste zu  Fuss weiter laufen. Im Zaire/Kongo durfte ich eine anamed Klinik im Aufbau besuchen, und während ich noch die Grenzen unserer Finanzen erklärte, kamen 4 Männer durch 20 cm tiefen Sand gelaufen, an die 10 Kilometer, um eine bewusstlose malariakranke Frau zu bringen, und sagten mir schweißüberströmt: Wir machen das ja alles gerne gratis, aber wir sind  mit unserer Kraft am Ende! So gerne würde ich meinen anamed Mitarbeitern in Nordnigeria helfen, aber sie mussten vor Boko Haram fliehen.

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Grafik mit Maria und Josef; rechts ist eine Palme

Weihnachtsrundbrief 2015

Nichts ist mehr wie es war: Dieses Jahr gibt es bei uns zum ersten Mal an Weihnachten frischen Zuckerhut-Salat aus dem eigenen Garten, obwohl es mir viel lieber wäre der Garten käme unter einer dicken Schneeschicht zur Ruhe. Und es gibt –ganz parallel-bei unseren anamed Mitarbeitern in Afrika bisherige blühende Felder, die man gleich gar nicht mehr einsäen braucht, das Saatgut wäre eine glatte Verschwendung anlässlich der Trockenheit. Und was die Trockenheit nicht kaputt kriegt, wird durch staatliche „Entwicklungshilfe“ vollends zerstört: Gesetze wie das bisherige EPA und das neue TTIP überschwemmen  Afrika mit Importen, Asiaten kaufen das beste Land auf, unsere Regierungen unterstützen korrupte Machthaber, und die Einsätze der UN bringen zunächst immer erst mal Prostitution.

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Artemisia-Blatt und eine Mücke

Rundbrief 08/2015

Der Herr hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit… (Jesaja 61,1)

Ganz am Anfang: Hunderttausend Dank für Eure Hilfe und Unterstützung! Ihr habt es ermöglicht dass in vielen extrem armen Ländern Heilpflanzen in Hülle und Fülle angebaut wurden und werden…. und ungezählte Menschen gesund werden durften, herzlichen Dank dafür ! Viel Infos dazu dann auf unserer Jahrestagung!!!
Wie kann man in diesen Tag einen internationalen Rundbrief schreiben ohne nicht auch und gerade das Flüchtlingsdrama anzusprechen? Aber was darf man deutlich sagen ohne zu riskieren dass man anschließend selber zum Opfer wird, von Links- oder Rechtsradikalen oder religiösen Fanatikern?

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Weihnachtsrundbrief 2014

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet Euch nicht! Siehe ich verkündige Euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn Euch ist heute der Heiland geboren! Lukas 2, aus Losungen zum Heiligabend 2014

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!
Eine Nikolausgeschichte: Vor vielen Jahren ließ ich mich dafür breitschlagen, auf Bestellung für Familien den Nikolaus zu spielen, dafür durften die Familien dann für einen guten Zweck spenden. So tingelte ich also verkleidet durch die Gassen...und 2 Besuche sind mir gut im Gedächtnis geblieben! Ich klingle, die Mutter erscheint und drückt mir einen riesigen Sack in die Hand, Geschenke für ihren Sohn! Doch wie es so kommt, der Sohn interessiert sich gar nicht für den ganzen (Entschuldigung!) Plastikmüll, sondern spielt lieber, zum Entsetzen der Eltern, mit der Oma Hoppe Reiter.

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Rundbrief 09/2014

Der Herr hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit… (Jesaja 61,1)

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!

AIDS: Rosemary (19 Jahre) besucht uns im Seminar in Arua/Uganda im Mai dieses Jahres, ein überaus hübsches Mädchen in voller Blüte, und erzählt wie sie anamed kennengelernt hat! „Irgendwann, als ich immer müder wurde, hat man mich HIV positiv getestet. Auf einmal war ich im Dorf die Ausgestossene. Zum Glück bekam ich von der Klinik antiretrovirale Medikamente der ersten Generation, gratis, und konnte mich so ganz langsam wieder „normal“ fühlen. Aber nach 2 Jahren ging es mir trotzdem immer schlechter, und meine CD4 Zellen waren im Sinkflug.

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