Rundbriefe

Rundbrief 08/2019

 

anamed international e.V.

 Winnenden, im August 2019

…aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.                                                Die Bibel, Jesaja 40, 31

 

 

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

Nicht matt werden, das wäre ideal! „Suche Frieden und jage ihm nach“ heißt die Jahreslosung 2019. Greta Thunberg verbreitet Panik in der Politik; völlig zu recht, ich sehe doch die gleiche Panik bei Fischern in den Tropen, die nur noch Plastikmüll fischen und Bauern, die nur noch verdorrte Mini-Maiskolben ernten. Warum erlaubt man nicht jedem Land, nur soviel Sauerstoff zu „verfliegen“, wie seine eigenen Wälder produzieren, und den restlichen Sauerstoff in Entwicklungsländern teuer einzukaufen? Greta macht es uns vor: nicht müde werden, Vorbild sein, ärgerliche Prioritäten setzen: Überleben ist wichtiger als Schulbildung, und: vornehm darf die Welt nicht zugrunde gehen, sondern muss ganz einfach gerettet werden….und dabei trägt sie (tröstlich für einen „Grufti“ wie mich) generationen-übergreifend ganz altmodische Zöpfe!  Ein altmodischer Spruch in meiner Jugend hieß: „Es ginge vieles besser wenn wir wieder mehr gingen“. Als ich im Kongo Personalleiter im Gesundheitsdienst war, habe ich nach dem Urlaub meine Angestellten gefragt: Wo wart Ihr denn im Urlaub? Und eine Krankenschwester sagte: Ich habe meine Eltern besucht, die 200 km von hier leben…natürlich zu Fuß!

 

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Rundbrief 04/2019

Liebe Freunde, Mitarbeiter, Interessierte,

 
Spendenaufrufe sind nicht meine Gewohnheit. Aber dieser Wirbelsturm zeigt, was die Klimakatastrophe nicht nur für Afrika, sondern für die ganze Welt alles bedeuten kann. Die UN sprechen von der möglicherweise bisher schlimmsten Unwetterkatastrophe in der südlichen Hemisphäre!!! Deswegen danke ich für Eure Solidarität und freue mich auch, wenn dieser Spendenaufruf weiterverbreitet wird....!!!!!!
 
Selten hat mich etwas so bewegt wie der Wirbelsturm IDAI. Er hat 3500 Quadratkilometer in Mosambik unter Wasser gesetzt, das entspricht einem Zehntel der Oberfläche Baden-Württembergs!  Er hat Tausende , besser unzählige Opfer dort und in den angrenzenden Ländern Malawi und Simbabwe gefordert. Unzählige, weil die Infrastruktur gar nicht vorhanden ist, um die Ertrunkenen zusammen zu zählen. Maria Z. von unserer Partnerorganiation MercyAir schreibt uns:

"Eine hochschwangere Frau war tagelang im Baum, sie hat vor den Fluten Schutz gesucht und konnte gestern mit dem Helikopter in ein Krankenhaus geflogen werden. Ein Vater mit zwei kleinen Kindern für 5 Tage in einem Baum, die Kinder konnten sich vor Erschöpfung nicht mehr halten und starben in den Wasserfluten. Inzwischen gibt es verschiedene Camps wo gerettete Schutz finden und Lebensmittel und Zelte zur Verfügung stehen."
 
 

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Rundbrief 2018

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“
Offenbarung 21,6 (Jahreslosung 2018)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

Bei „lebendigem Wasser“ denke ich als erstes an eine Vielzahl von Lebewesen, die ich sehe, wenn ich einen Tropfen Wasser in tropischen Ländern unters Mikroskop lege….Lebewesen, die dafür verantwortlich sind, das Wasser zu reinigen, und andere Lebewesen, die gerne auch mal einen Menschen durch Durchfall ums Leben bringen können. Als Zweites denke ich bei lebendigem Wasser an das Mittelmeer, dessen Anblick den Flüchtenden aus der Subsahara schon wie eine erste Erlösung erscheint: Sterben doch in der Sahara mehr Flüchtlinge als im Mittelmeer ertrinken.
Und als Drittes denke ich an unsere Mitarbeiter in Afrika ...

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Weihnachtsrundbrief 2017

Wer wiegt die Berge mit einer Waage? ... Er macht die Fürsten zunichte, er nimmt den Richtern der Erde jeden Einfluss …. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

(Bibel, aus Jesaja 40)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

In unseren anamed-Seminaren basteln wir manchmal aus lokalen Mitteln für insgesamt weniger als einen Euro eine ganz billige Waage und stimmige Gewichte, sodass sogar der ärmste Heiler in einem Urwalddorf noch 500 Milligramm von einem Gramm unterscheiden kann! Wie so etwas dann aussieht, hat ein Seminarteilnehmer auf einer Postkarte, siehe nächste Seite, aus Bananenblättern gebastelt. Da wird dann anamed auch politisch, denn eine Waage, siehe oben, bedeutet Macht!

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Rundbrief 08/2017

 Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch

  Hesekiel 36,26  (Jahreslosung 2017)

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte,

“Wenn möglich, bitte wenden“, spricht das Navi. Die Bibel sagt: “Ich schenke Euch ein neues Herz“. Zu biblischen Zeiten galt das Herz als Sitz von Weisheit und Vernunft: Salomo zum Beispiel hatte  ein „weises und einsichtsvolles Herz" (1. Kön. 3,12). Genau das erbitten wir uns auch für das weltweite Gesundheits-system: Eine dringliche WENDUNG weg von Ausbeutung hin zur Ermöglichung von Gesundheit für Alle. Mehr dazu auf unserer Jahrestagung, zu der ich Euch Alle sehr „HERZlich“ einladen möchte!

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Weihnachtsrundbrief 2016

Maria sprach:
„Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern, und lässt die Reichen leer ausgehen“.
Losung zu Weihnachten, Lukas 1,52-53

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!
Gib einem Hungrigen einen Fisch, und ab morgen ist er doch wieder hungrig! Lehre einen Hungrigen zu fischen, und er verhungert noch heute, denn Andere haben den Teich bereits leergefischt!  Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf:

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Rundbrief 07/2016

Liebe Freunde und Mitarbeiter bei anamed!

In Eritrea durfte ich zu einem anamed Workshop ganz ungewöhnlich anreisen: Einen Tag lang auf einem Kamel! Doch als der Sand immer tiefer wurde, ging selbst das Kamel keinen Schritt mehr weiter, und der Kamelführer bedeutete mir unmissverständlich und alternativlos: das Kamel war in seinem  Dienst an seine Grenzen gestoßen, ich musste zu  Fuss weiter laufen. Im Zaire/Kongo durfte ich eine anamed Klinik im Aufbau besuchen, und während ich noch die Grenzen unserer Finanzen erklärte, kamen 4 Männer durch 20 cm tiefen Sand gelaufen, an die 10 Kilometer, um eine bewusstlose malariakranke Frau zu bringen, und sagten mir schweißüberströmt: Wir machen das ja alles gerne gratis, aber wir sind  mit unserer Kraft am Ende! So gerne würde ich meinen anamed Mitarbeitern in Nordnigeria helfen, aber sie mussten vor Boko Haram fliehen.

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